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Masaré Klettersteig und Rotwand Klettersteig – ein Tag im Rosengarten


Dass der Rosengarten seinen Namen wegen der Laurinsage trägt, ist bekannt, doch ob das wirklich zutrifft und ob die Rosen im Rosengarten immer noch blühen, das erzählen wir euch gerne.




Namensherkunft „Rosengarten“

Rosengarten ist wohl ein sehr wenig alpin anmutender Name für eine Gebirgsgruppe (und ihren zweithöchsten Berg), doch seit 1497 taucht die Bezeichnung Rosengarten auf. Der Name ist aber wohl doch nicht vom Garten voller Rosen abgeleitet, wie die Laurinsage uns glauben lässt, noch von den feuerrot glühenden Felsen in der Abenddämmerung, wohl vermuten Sprachforscher, dass der Name Rosengarten sich von „ruza“ ableitet, was so viel wie Geröllhalde heißt.

Laurin oh Laurin... da hast du wohl ordentlich Mist gebaut...


Viel schöner gefällt uns dennoch die Sage, auch wenn sie für Laurin nicht unbedingt ein schönes Ende hat.
Laurin der Zwergenkönig, der ja wie wir schon von den Nibelungen wissen, im Besitz der Tarnkappe ist, schleicht sich zur im Geheimen zur Hochzeit der schönen Simhilde, der Tochter des Königs an der Etsch. Und wie es anders sein soll, verliebt sich der Zwergenkönig in die schöne Frau. Er entführt sie daraufhin in seinen Rosengarten, das „Gartl“ zwischen Rosengartenspitze, Laurinswand und en Vajolet Türmen.

Natürlich soll Simhilde von den ihrigen zurückgeholt werden, also stehen Dietrich von Bergn und Hildebrand bald vor dem Rosengarten. Selbst mit seinem Zaubergürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern verleiht hat Laurin keine Chance. Er glaubt mit seiner Tarnkappe unsichtbar zu sein, doch die Rosen im Rosengarten zeigten bei jeder Berührung seine Bewegungen an und die Ritter können ihn so entdecken. Er verliert und wird gefangen.

Bevor er weggeführt wird, dreht Laurin sich um und verflucht seinen verräterischen Rosengarten. Nie wieder soll ihn jemand sehen! Weder bei Tag, noch bei Nacht! Doch ein Detail hat Laurin vergessen. Die Dämmerung verrät die Wahrheit und so kann man die Rosen im Schein der untergehenden Sonne immer noch blühen sehen.




Der schönste Steig der Dolomiten? Masare und Rotwand Klettersteig

Den Rosengarten sollten wir heute nicht blühen sehen, dafür dürfen wir aber zwei wunderschöne klassische Klettersteige in den Dolomiten gehen.
Haxen müssen wir uns ja echt am Ende unseren Urlaubs keinen mehr ausreissen, es war alles gesamt schon anstrengend genug. Doch so ein kleiner Klettersteig kann ja nicht schaden, vor allem weil es ja doch eine kurze Runde ist. Normalerweise mögen wir ja Klettersteige gar nicht sooo sehr, doch eines muss man ehrlich sagen: Sie sind planungsunaufwändig (im Vergleich zu Klettertouren) und gehen auch mal eher spontan. Und vor allem die Dolomitensteige sind eine Reise wert, da sie doch mit den "zugebohrten" Sportklettersteigen in unserer Gegend so gar nix gemein haben. Da geht's um Entschleunigen und Landschaft tanken - genau das, was unser gestresstes Gemüt gerade braucht!

Der Masaré Klettersteig rühmt sich zudem, einer der schönsten Steige in den Dolomiten zu sein,auch wenn es scheint, als ob dies von jedem Steig behauptet würde. Korrekt ist es dennoch irgendwie, denn durch dieses gigantische Panorama sind die Steige in der Tat alle wunderschön.

Die Steigführung sucht den Weg des geringsten Widerstands und ist dadurch immer relativ einfach. Mehr als die Schwierigkeit C wird hier nicht erreicht. In Verbindung mit der Rotwand und ihrem Rotwandklettersteig ergibt sich eine schöne und abwechslungsreiche Runde, die man in relativ kurzer Zeit durchsteigen kann.

Wer im Stress ist oder einfach ein bisserl gemütlicher unterwegs ist, der fährt mit dem Lift hoch. Wir starten natürlich vom Karerpass, denn Liftfahren mögen wir so gar nicht. Ausserdem kommt  man so an einer idyllischen Alm vorbei. Frische Buttermilch, sag ich nur...

Wir steigen also vom Karer Pass über nettes Almgelände zur Rotwandhütte auf, beginnen mit dem Masare Klettersteig. Vom Ende des Masare Klettersteigs steigen wir zur Scharte auf, wo eine kurze B/C Stelle uns vom Fensterlturm nach unten bringt (hier wäre auch ein Notausstieg). Von der Scharte weg geht es wieder aufwärts und der Abstieg erfolgt über den versicherten Rotwand-Steig (A/B).

Vom Vajolonpass geht’s nun wieder abwärts zur Bergstation des Rotwandsesselliftes, wo wir uns noch ein Bierchen gönnen und dann entlang der Skipiste hinuntersausen. Einmal müssen wir wieder nach links queren und dann stehen wir schon wieder beim Karerpass.



FACTS:
Masaré Klettersteig: C Topo HIER
Rotwand Klettersteig: A/B Topo HIER
Distanz ab Karerpass: 10km
Höhenunterschied ab Karerpass: 900hm

GPS: